Was ist eigentlich Pfingsten?

Jedes Jahr feiern wir Pfingsten aber viele Menschen kennen den Hintergrund des Pfingsfestes nicht. Pfingsten erinnert an die Entsendung des heiligen Geistes auf die Erde.

Warum ist die Friedenstaube ein Symbol für Pfingsten?

Seit vielen hundert Jahren wird die Friedenstaube bereits als ein Symbol für Pfingsten verwendet. Im 6. Jahrhundert wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten. Schon in der Antike war die Taube Sinnbild von Sanftmut, Einfalt und Unschuld, denn man nahm damals an, dass die Taube keine Galle besitze und so frei sei von allem Bösen und Bitteren.

Lukas verwendete in seiner Darstellung der Ereignisse zu Pfingsten Elemente der Ereignisse im Buch Mose. Damit verdeutlicht er, dass das Pfingstfest für das Christentum ähnlich zu sehen ist wie die Ereignisse auf dem Sinai für das Judentum, nämlich als der Beginn einer neuen Gesetzgebung die das Gesetz der Liebe über alles stellt. Die nach dem Turmbau zu Babel entstandene Sprachverwirrung wurde nun durch die eine Sprache des heiligen Geistes beendet.

Was ist Pfingsten?

Pfingsten feiert den Ursprung der Kirche. 50 Tage wurde der Heilige Geist zu den Jüngern entsandt. In der Bibel heisst es
"Plötzlich gab es ein mächtiges Rauschen. Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie [die Apostel] waren. Dann sahen sie etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen Gott eingab."
Die Jünger konnten nun alle Sprachen sprechen und sie waren angehalten die christliche Botschaft in aller Welt zu verbreiten. Dies war die Entstehung der ersten christlichen Gemeinde.

Pfingsten in der Bibel

Nach der Kreuzigung ihres Jesu schwand seinen Jüngern zunächste sämtliche Hoffnung. Schon wenige Tage nach Ostern konnten sie jedoch schon etwas neuen Mut schöpfen - Jesus war wieder auferstanden. In den folgenden 39 Tagen befanden sie sich häufig in der Gegenwart des Auferstandenen. Jedoch endeten diese Erscheinungen mit der Himmelfahrt des Jesus, 39 Tage nach Ostern.

am fünfzigsten Tag nach Ostern machte Gott aus dén ängstlichen Jüngern plötzlich mutige Männer in dem er den heiligen Geist auf die Erde schickte und ihren Glauben stärkte. Plötzlich redenten sie in aller Offenheit über ihren Glauben.

1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.

2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

3 Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen,

4 und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.

7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?

8 Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache?

9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien,

10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom,

11 Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.

12 Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?

13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.